COVID – Impfstoffe und (keine) „Langzeitdaten“

Einer der meistgesagten Sätze während der letzten Wochen: „Aber wir haben überhaupt keine Langzeitdaten für diese neuen Impfstoffe! Da kann man ja keine Spätfolgen abschätzen!“

Bevor wir uns an den grundlegenden Irrtum hinter dieser Aussage und natürlich auch ausführlichere Erklärungen heranwagen: es gibt in der Zulassung keine Definition oder Vorgabe für „Langzeit“. Und warum das so ist, sollte nach dem Lesen dieses Artikels klar sein. Lang wird nur leider dieser Text, da man dieses Thema selbst in einer vereinfachten Version nicht wirklich kurz halten kann.

In erster Linie ist es wichtig zu wissen: Impfstoffe haben eine gänzlich andere Wirkungsweise als die sogenannten „klassischen Pharmazeutika“ – unter diesem Begriff fassen wir alle Arzneimittel zusammen, die nicht mittels biologischer Methoden hergestellt werden. Klassische Pharmazeutika sind z.B. Antibiotika, Psychopharmaka, Wundsalben, Blutdrucksenker, Fieberzäpfchen, Schmerztabletten….

Was sind nun die bedeutsamen Unterschiede zwischen einem „klassischen“ Arzneimittel und einem Impfstoff?

  • Pharmazeutika haben eine sogenannte „Pharmakokinetik“. Darunter versteht man „den Weg des Arzneimittels durch den Organismus“. Man hat zu verschiedenen Zeitpunkten verschiedene Konzentrationen davon im Körper, sie können sich bei längerer Therapie anreichern, werden abgebaut (dabei entstehen neue Zwischenprodukte), sie werden in der Leber metabolisiert, über die Nieren ausgeschieden… Ein Impfstoff hat keine Pharmakokinetik, da hier nichts verstoffwechselt wird. Es gibt hier nur eine sogenannte „Pharmakodynamik“ – darunter versteht man die Wirkung, die ein Arzneimittel im Körper auslöst – in diesem Fall eine immunologische Reaktion.
  • Man bekommt Pharmazeutika meist für längere oder sogar lange Zeiträume verordnet. Man nimmt Antibiotika eine Woche lang, Antihistaminika oder Cortison für die Dauer der Pollenallergiesaison, ein Schmerzmittel, bis der Rücken nicht mehr wehtut oder einen Blutdrucksenker lebenslänglich. Einen Impfstoff bekommt man jedoch niemals als „Dauertherapie“. Man bekommt ihn einmal, vielleicht im Rahmen einer Grundimmunisierung ein zweites oder drittes Mal, aber auch das dann in Abständen von Wochen oder Monaten, danach vielleicht nie mehr oder vielleicht alle 5 oder 10 Jahre.

Bei einem Impfstoff gibt es demnach schon aus biologischen Gründen keine „Spätnebenwirkungen“, die 5 Jahre nach der Impfung plötzlich auftreten. Es werden keine neuen Metaboliten im Körper erzeugt, es reichert sich nichts an. Nebenwirkungen zeigen sich binnen weniger Stunden bis 1 – 2 Tage nach der Impfung, bei Lebendimpfstoffen nach der Inkubationszeit der natürlichen Erkrankung (z.B. sogenannte – ungefährliche – „Impfmasern“ können ca. 10 – 12 Tage nach der Masernimpfung auftreten). Auch allergische Reaktionen – ob leicht oder schwerwiegend – kommen bald nach der Verabreichung. Als sehr seltene Nebenwirkungen sind unterschiedliche Autoimmunreaktionen möglich, aber selbst diese treten spätestens nach wenigen Wochen auf.

Warum also sind Daten über einen längeren Zeitraum dennoch grundsätzlich wichtig, wenn doch ohnehin „nach Jahren“ nichts mehr zu erwarten ist?

Das liegt an möglichen seltenen und sehr seltenen Nebenwirkungen. Wenn eine bestimmte Nebenwirkung nur bei einer von 20.000 oder einer von 50.000 oder 100.000 Personen auftritt, brauchen wir eine sehr große Anzahl geimpfter Personen, um diese überhaupt zu erkennen – und bis genug Personen geimpft sind, dauert das einfach normalerweise eine längere Zeit. Auch eine umfangreiche klinische Studie kann sehr seltene Nebenwirkungen im Allgemeinen nicht zeigen.

„Langzeit“ bezieht sich bei Impfstoffen also nicht auf die Zeit, nach der eine Nebenwirkung auftritt, sondern auf die Zeit, nach der überhaupt genug Personen geimpft sind, um selbige dem Impfstoff sicher zuordnen zu können!

Wie kommt es nun zu dieser falschen Interpretation von „fehlenden Langzeitdaten“?

Beispiel 1: Sehen wir uns eine „alte“ Impfung an, die Pockenimpfung. Für diese herrschte Impfpflicht, Ende der 1970er Jahre konnten die Pocken als ausgerottet erklärt werden; die weltweite Impfkampagne war also ein durchschlagender Erfolg. Die Pockenimpfung war jedoch im Vergleich zu unseren modernen Impfungen deutlich reaktiver, in seltenen Fällen gab es auch Impfschäden durch eine impfbedingte Encephalitis (Gehirnentzündung). Diese Impfung konnte somit Langzeitschäden verursachen – einfach, weil JEDE Encephalitis dauerhafte Schäden hinterlassen kann, egal, wodurch sie entsteht. Das Wort „Langzeitschaden“ hat sich hier im täglichen Sprachgebrauch etabliert und wird vielfach fälschlich – übertragen auf die aktuelle Situation – interpretiert als „Schaden, den die Impfung erst nach langer Zeit verursacht“. Das Auftreten dieser Encephalitis geschah jedoch im Schnitt innerhalb einer Woche nach der Impfung. Das heißt, das AUFTRETEN dieser Schädigung geschah zeitnah, nicht erst nach Jahren, auch wenn die Auswirkungen jahrelang bestehen blieben!

Kleine Bemerkung am Rande: diese damaligen Impfstoffe würden es nach heutigen Kriterien nicht durch ein Zulassungsverfahren schaffen.

Beispiel 2: derzeit vielfach und gerne erwähnt: Narkolepsie beim Impfstoff Pandemrix® zu Zeiten der sogenannten „Schweinegrippe“. Die detaillierten molekularen Mechanismen für den Zusammenhang mit der Impfung sind noch immer nicht restlos geklärt, man vermutete zuerst einem Bestandteil des verwendeten Adjuvans (Wirkverstärker), die Ursache ist aber wohl das Influenzavirus selbst (auch die Erkrankung konnte Narkolepsie hervorrufen) in Kombination mit einer genetischen Veranlagung der Betroffenen. Die Häufigkeit dieser Nebenwirkung liegt bei etwa 1:20.000, das Auftreten geschah im Schnitt innerhalb weniger Wochen nach der Impfung, in einigen einzelnen Fällen etwa 4 Monate danach. Bemerkt hat man es aber eben auch erst nach etwa einem Jahr, gesichert noch später, weil erst dann genügend Personen geimpft waren, um diesen Zusammenhang zu erkennen. Erschwert war die Situation noch dadurch, dass diese Nebenwirkung nur in einigen wenigen – vorwiegend skandinavischen – Ländern auftrat. Auch hier hat sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt: „Ein Spätschaden! Das war ja erst nach einem oder zwei Jahren!“. Nein, war es nicht! Es trat viel früher auf, aber aufgrund der erst dann erreichten ausreichenden Durchimpfungsraten hat man es erst nach diesem Zeitraum sicher zuordnen können!

Zusätzlich muss noch ein wichtiger Faktor zur Beurteilung von Nebenwirkungen erwähnt werden: die sogenannte Hintergrundinzidenz. Als Hintergrundinzidenz bezeichnet man die Menge an Fällen einer bestimmten Erkrankung, die auch in einer ungeimpften Population innerhalb eines bestimmten Zeitraumes auftreten würde. Hier gibt es auch etwas Aktuelles vom ersten zugelassenen COVID – Impfstoff Comirnaty®. Es traten während der Studien 4 Fälle von Gesichtslähmung auf. Diese 4 Fälle entsprechen allerdings genau der bekannten Hintergrundinzidenz: während eines vergleichbaren Zeitraumes entsprechen 4 Fälle von Gesichtslähmung bei einer vergleichbaren Population also genau der erwarteten Anzahl, auch ohne jegliche Impfung. Dennoch wurde diese potenzielle Nebenwirkung in die Fach- und Gebrauchsinformation aufgenommen, weil sie in der Impfstoffgruppe und nicht in der Placebogruppe auftrat und ein Zusammenhang somit nicht ausgeschlossen werden kann.

Wir können also zusammenfassen: aufgrund der Eigenschaften und Wirkungsweise eines Impfstoffes sind Nebenwirkungen ziemlich bald – nach Stunden oder Tagen – zu erwarten, selbst in seltenen Fällen von Autoimmunerkrankungen meist nach wenigen Wochen. Langzeitdaten brauchen wir also nicht, weil Nebenwirkungen so lange nach einer Impfung auftreten können, sondern um sehr seltene Nebenwirkungen überhaupt erkennen zu können – es muss eine ausreichende Menge an Personen geimpft sein, damit diese Nebenwirkung überhaupt erstmals auftritt und dann dem Impfstoff zugeordnet werden kann. Diese – somit durchaus notwendige – Langzeitbeobachtung findet immer und für alle Arzneimittel erst in der sogenannten „klinischen Phase IV“ – in der Beobachtung nach der Zulassung – statt!

Inwieweit sind diese Erkenntnisse nun umsetzbar auf die aktuellen COVID – Impfstoffe?

Wir haben hier 2 vorteilhafte Situationen:

  • die Anzahl der Probanden schon in den klinischen Studien vor der Zulassung war auffallend groß (bei anderen – ebenfalls ganz neu zugelassenen – Impfstoffen in Europa während der letzten Jahre bewegten sich die Probandenzahlen meist in Bereichen von 10.000 – 15.000; beim ersten zugelassenen COVID – Impfstoff bei ca. 40.000)
  • bedingt durch die durchgeführte Massenimpfkampagne ist eine notwendige Anzahl Geimpfter für das Erkennen seltener Nebenwirkungen sehr schnell erreicht – alleine in England wurden während der ersten beiden Wochen der Impfkampagne rund eine halbe Million Personen geimpft. Da die Impfkampagnen mittlerweile weltweit laufen, ist die Anzahl der Personen, von denen sehr schnell Daten zur Verfügung stehen also hier extrem hoch – ein unter normalen Umständen quasi unerfüllbarer Traum auch für die Behörden 😉

Wer sein Wissen über Impfnebenwirkungen ein bisschen vertiefen will, dem empfehle ich, diese beiden Publikationen zu lesen (ich hatte die Ehre, beide mitzuverfassen):

Impfungen – kein Nutzen ohne Risiko?

Reaktionen und Nebenwirkungen nach Impfungen

EDIT: Der Satz mit dem Adjuvans in Pandemrix wurde nun nachträglich korrigiert, da dies nun wohl tatsächlich als ausgeschlossen gilt – ich hatte noch diese ursprüngliche Zusatztheorie im Kopf, die aber wirklich obsolet ist – danke für die Hinweise!

199 Kommentare zu „COVID – Impfstoffe und (keine) „Langzeitdaten“

  1. Kann man mit Sicherheit ausschliessen, das die mRNA-Impfstoffe karzinogen sein könnten? Wann würde evtl. eine Erkrankung an Krebs auftreten?

    Liken

    1. Die mRNA wird in der Zelle, außerhalb des Zellkerns, für eine bestimmte Zeit in ein virales Protein übersetzt, das vom Immunsystem dann als fremd erkannt wird. Die mRNA gelangt nicht in den Zellkern, sie verändert nicht die Erbsubstanz der der Zelle, sie wird irgendwann abgebaut. Die gängigen Erkältunsgviren machen übrigens genau dasselbe, sie schmuggeln quasi mRNA in die Zelle, nach deren Anleitung die Zelle dann virale Proteine herstellt (allerdings nicht nur ein Protein wie beim Impfstoff, sondern das komplette Virus). Schonmal drüber nachgedacht, ob Erkältungen Krebs verursachen können?

      Gefällt 1 Person

      1. Das ist richtig. Erfasst aber nicht alle Möglichkeiten.
        Wer gleichzeitig mit einem Retrovirus infiziert ist, trägt in der Zelle die durch das Retrovirus eingebrachte reverse Transkriptase und Integrase in sich.

        Diese können mRNA in ein DNA Korrelat transkribieren, es in den Kernschleusen und in die zelleigene DNA integrieren.

        Sollte das neue Gen nicht sofort wirksam sein, könnte es nach Jahren epigenetisch aktiviert werden.
        Das würde zur Ausbildung der Cov- Spikes auf den eigenen Zellenmembranen führen.

        Eine fatale Autoimmunreaktion wäre die Folge.

        Alles sehr unwahrscheinlich. Aber tut nicht so, als weiß man jetzt schon alles.
        Im südlichen Afrika sind Retroviren sehr weit verbreitet.

        Gefällt 1 Person

      2. „Sollte das neue Gen nicht sofort wirksam sein, könnte es nach Jahren epigenetisch aktiviert werden.“
        Ein Restrisiko also, das man eingeht und dessen Größe niemand kennt. Aber letzlich sind wir diesbezüglich wohl alle Versuchskaninchen und auch Teil der Impfstoffentwicklung.

        Gefällt 1 Person

      3. Bei einigen Krebsarten werden Viren als Auslöser vermutet beziehungsweise sind nachgewiesen. Stichwort Gebärmutterhalskrebs

        Liken

      4. Das stimmt und wie wären die Wecheselwirkungen mit Tyrakinasehemmer die bei der Leukämie Therapie verwendet werden ?

        Liken

    2. Dass eine Ärztin so einen Artikel veröffentlicht. Sie geben zu, dass die Nebenwirkungen und Langzeitfolgen an den zuerst Geimpften ermittelt werden, wobei während dieser Ermittlung parallel weitere Menschen geimpft werden, die dann ohne Vorwarnung unter Umständen auch diese Nebenwirkungen und Langzeitfolgen am eigenen Leib zu spüren bekommen. Warum die Entwicklung bisheriger Impfstoffe 5-10 Jahre gedauert hat, lassen Sie außen vor. Wenn die Impfentwicklung so funktioniert, wie Sie es schildern, müssten wir bereits tausende Impfstoffe entwickelt haben, weil das so schnell geht.

      Gefällt 1 Person

      1. Eine Impfstoffentwicklung und die klinischen Prüfungen dazu brauchen sicherlich ensprechende Zeit. Und es ist auch völlig klar: letztlich ist es immer ein Menschversuch, was die Erkenntnisse zu den Wirkunegn und Nebenwirkungen betrifft. Das ist so und ist auch kein Geheimnis, kein Aufreger für mich.

        Es geht bei Coronai um eine Nutzen-Risiko-Abwägung. Die muss ich für mich auch treffen.
        Sie können sich gerne öffentlich hinstellen und fordern, dass man in diesem Land noch 5-10 Jahre mit dem Coronavirus und seinen Folgen leben sollte, bis man Gewissheit über die Sicherheit der Impfstoffe hat.
        Andere in diesem Land haben dazu sicherlich eine andere Meinung.

        Gefällt 2 Personen

      2. Lesen Sie den Beitrag doch bitte nochmal. Da ist die Sache mit den „Langzeitfolgen“ ganz gut erklärt.

        Liken

      3. Wer etwas weiter recherchiert hat, der erkennt, dass an Impfstoffen zu Coronaviren bereits seit Jahren, verstärkt spätestens seit SARS und MERS, geforscht wird. Dazu gehören auch mRNA Impfstoffe. Es ist also nicht die generelle Forschungszeit reduziert, die findet eben schon seit mehr als 7 Jahren statt. Nur die Zulassungsprozedur wurde durch ein „Rolling Review“ beschleunigt.

        Gefällt 1 Person

      4. Die Entwicklung der mRNA – Impfstoffe läuft seit rund 30 Jahren. Die Ermittlung sehr seltener Nebenwirkungen kann immer erst nach sehr breitflächiger Anwendung ermittelt werden, wie auch im Artikel geschrieben – das ist immer so, bei allen Arzneimitteln (und auch immer schon so gewesen). Bei Verhinderung einer potenziell schweren Erkrankung würde eine Nebenwirkung, die möglicherweise bei einer von 100.000 Personen auftritt, die Nutzen – Risiko – Balance nicht beeinflussen.

        Gefällt 1 Person

      5. Im Vergleich mit der „normalen“ Entwicklung von Impfstoffen oder Arzneimitteln wurden hier weltweit unglaubliche Summen an Geld und Head Counts gezielt in die Entwicklung eines Sars-CoV-2-Impfstoffs gepumpt. Dazu kommt der Rolling Review der Zulassungsbehörden und eine unglaublich große Patientenpopulation, die schnell in Studien eingeschlossen werden kann. Stecken Sie diesselben Ressourcen in die Entwicklung gegen ein einziges, anderes „Target“ mit weltweit Millionen an Patienten, dann geht das genauso schnell.

        Soviel zum Thema „Die Zulassung ging dubioserweise besonders schnell“.

        Gefällt 3 Personen

      6. Ich finde, dass der Artikel auf wichtige Fragen überhaupt nicht eingeht.
        1. Warum bestehen die Hersteller auf eine totale (USA) bis eingeschränkte Produkt-Haftung (EU) für ihr Produkt, wenn überhaupt keine Langzeitfolgen erwartet werden können? Dazu Zitat: „Das ist eine einzigartige Situation, in der wir als Unternehmen schlicht nicht das Risiko dafür in Kauf nehmen können, dass unser Impfstoff eventuell in vier Jahren eine unerwartete Nebenwirkung zeigt“, zitiert Reuters Vorstandsmitglied Ruud Dobber. (AstraZeneca)
        2. Kann der Fall eintreten, dass geimpfte Personen wenn sie mit dem Wildtyp Kontakt haben durch eine überschießende Immunantwort ernsthaft erkranken? Stichwort: infektionsverstärkende Antikörper (engl. antibody dependent enhancement, ADE). Wäre u.U. auch eine Langzeitfolge.
        3. Ist es zutreffend, dass genau dieses Szenario in Tierversuchen beobachtet wurde?
        4. Es wird angenommen, dass die mRNA überwiegend in den Muskelzellen verbleibt. Unter Umständen könnte die mRNA jedoch auch in Herz-, Leber-, Nierenzellen transportiert werden. Wie reagiert das Immunsystem auf körpereigene Zellen, die Fremdprotein exprimieren?
        Es gibt m.E. noch eine ganze Menge ungelöster Fragen. Ich weiß aus meiner jahrzehntelangen Arbeit im Bereich Arzneimittelzulassung, dass immer wieder etwas auftritt, dass vorher unmöglich schien.
        Beispiel aus einem anderen Bereich ist Helicobacter pylori. Bei Wikipedia heißt es so schön verharmlosend. Es sei nicht ernst genommen worden. Richtig ist, dass 99,99% der Experten es für völlig unmöglich gehalten heben, dass ein Bacterium im Magensaft überleben kann. Die beiden Entdecker wurden von ihrer Zunft total niedergemacht.

        Liken

      7. Es wurde so schnell entwickelt, weil WELTWEIT daran geforscht und investiert wurde.
        Bei anderen Krankheiten dauert es, da die finanziellen Mittel fehlen oder unzureichend sind und nur einzelne, kleinere Gruppen/Teams daran arbeiten.

        Liken

      8. Ihnen ist schon bewusst, dass normalerweise bei anderen Impfstoffen kein derart großes Interesse wie bei dem aktuellen Corona-Impfstoff besteht? Das sieht man doch auch schon an der Anzahl er Probanden, die zunächst mit dem Imofstoff getestet wurden. Und auch durch viele viele Gelder, auch seitens des Staates war es aber nun möglich, viele Schritte auch parallel laufen zu lassen. Das ist allein aufgrund der finanziellen Komponente in der Regel nicht möglich und so zieht sich das Ganze über Jahre. Außerdem wurden dennoch alle Testphasen ausreichend eingehalten und auch vor der offiziellen Zulassung wurde noch einmal alles überprüft.

        Ich finde es nicht richtig, derart Zweifel zu sehen, wo sich die Antworten sehr leicht nachzuschlagen sind.

        Liken

    3. Die vorherigen Kommentare unterschätzen:

      Was ist die Langzeitgarantie, die Ihnen der/das Virus bietet, wenn Sie von ihm infiziert sind?
      Die unvorhersehbare Fähigkeit des Virus, den menschlichen Organismus zu verwüsten, wurde bereits langfristig beobachtet.
      Es ist nicht schwierig, zwischen dem Risiko unvorhersehbarer Folgen durch das Virus z.B. bei Lungenfibrose und denen durch den Impfstoff zu wählen (bisher keine).

      Eine seit über einem Jahrhundert bewiesene Tatsache ist, Impfstoffe werden die epistemologisch Situation in der Welt verringern, nicht verschlimmern.
      Neue Krebsbehandlungen nutzen die MRNA-Technik zur Behandlung.
      https://wyss.harvard.edu/technology/implantable-cancer-vaccine/?fbclid=IwAR21scb5wNsqILW8qOXErdQWQTVXCDzmdNxPPEgh_P14yg7mzCvOapsrUes

      Es sind die Krankheit und ihre Folgen, die dem Menschen die Freiheit nehmen und seine Möglichkeiten einschränken; nicht die Vorbeugung (Impfstoffe) oder der Einsatz von Masken.

      In einem Kindergarten sind 90% der ungeimpften Kinder diejenigen, die sehr krank werden, nicht umgekehrt!
      Ich habe Kinder gesehen, die an Masern gestorben sind, die durch Röteln von einer ungeimpften Mutter Missbildungen bekamen.
      Ich bin bereits geimpft und hatte direkten Kontakt zu Menschen mit Tuberkulose, Windpocken, etc. und habe mich nie mit deren Krankheit angesteckt. Ich habe auf einen sehr gut getesteten Impfstoff (gegen Hepatitis B) reagiert, und keine Langzeit Folgen, bin geschützt und stecke meine Mitmenschen nicht an.

      Bei einer Operation müssen wir eine Verantwortungserklärung unterschreiben. Daher gibt es bei diesen medizinischen Handlungen keine Garantien. Die Tatsache, dass Operationen bei Anderen gut verlaufen sind, bedeutet nicht, dass diese Eingriffe auch in meinem Körper wirksam sein können.
      Dies stellt für mich kein Hindernis dar.

      Selbst für die einfache Feststellung, dass in den USA 550.000 Dosen das Covid Impfstoff verabreicht wurden und nur 6 Reaktionen gemeldet und beobachtet wurden. Bei der gleichen Anzahl von Menschen, die sich mit COVID infiziert haben, wären das 25.000 Krankenhauseinweisungen, was bedeuten würde, dass mindestens 5.000 Menschen gestorben wären.

      http://www.nature.com/articles/nrd.2017.243#Sec10

      Ich habe noch nie so viele Menschen auf diesem Planeten gesehen, die sich in Parlamenten, Kirchen und auf YouTube selbst heilen. Lächerlich in einer Gesellschaft, die sich als entwickelt und aufgeklärt präsentiert.

      Gefällt 2 Personen

      1. Stand 18.12.2020 laut CDC (USA): Geimpft 112.807 davon Health Impact Events 3.150.
        Nicht so schlimm aber etwas mehr als Ihre 6 Reaktionen.

        Liken

      2. Sehr schön.
        Das Virus hat keine Beine, aber der Mensch und der es damit verteilt und andere in Lebensgefahr bringt.
        Eine Impfung würde, bei Einschätzung eines relativ geringeren Risikos, diesen Kreislauf unterbrechen.

        Liken

    4. Der Impfstoff selbst ist nach wenigen Stunden wieder abgebaut.
      Weitere (nachgewiesen) karzinogene Stoffe: UV-Strahlen, verschiedene Wurstwaren, Alkohol, Tabak, Dieselabgas, hormonelle Verhütungsmittel, Holzlack.

      Liken

      1. Wer etwas mit Sicherheit wissen möchte, sollte so 40 Jahre oder länger warten, bis man das weiß.Vielleicht weiß man es dann aber immer noch nicht.
        Ich verstehe die Fragerei nach einem „Wissen mit Sicherheit“ daher überhaubt nicht. Letztlich muss man immer abwägen. DAs amcht man, wenn man ins Auto oder ins Flugzeug steigt ja auch.

        Liken

    1. 500 Fälle von Narkolepsie aus 60-90.000.000 Geimpften entspricht einer Langzeitfolgenquote von 1 aus 120.000-160.000. Das ist nicht in vorangehenden Studien feststellbar – und nebenbei um ein vielfaches (hundert- bis tausendfaches) geringer als Nebenwirkungen/Langzeitfolgen aus der eigentlichen Krankheit.

      Diese Überlegungen bitte immer berücksichtigen. Gilt auch für andere Impfungen wie z.B. die Masern.

      Gefällt 1 Person

      1. Danke. Die 500 Fälle waren alleine in Schweden bei 5 Mio geimpften, also 1:10.000. Die Frage ist daher auch wie zuverlässig die Rückverfolgung auf die Impfung weltweit war, wenn bei 60-90 Mio geimpften 500 der 1300 Fälle in Schweden waren. Ansonsten ist die Relation von Impfschäden zu mögichen Langzeitschäden bei einer Infektion natürlich korrekt. Aus dem Artikel klang eben nur heraus als ob nach wenigen Wochen klar ist ob es Impfprobleme gibt oder nicht – dem ist nicht so. Dauerhafte Schäden bei Fruchtbarkeit von jungen Menschen würden wohl erst Jahre später bemerkt werden – ob die dann mit einer Impfung kausal verbunden werden können ist dann die Frage…

        Liken

    2. Jahre nach der Zulassung, nicht Jahre nach der Impfung des Individuums. Weil die Nebenwirkung Narkolepsie so selten ist, dass es dauerte bis so viele Menschen geimpft wurden, dass ein Zusammenhang festgestellt wurde. Der Mechanismus ist noch nicht restlos geklärt, wahrscheinlich eine genetische Prädisposition.
      Ich glaub das längste nach der Impfung bis zum Auftreten war 8 Wochen?

      Gefällt 1 Person

      1. Danke für die Erklärung. Aus Sicht eines Geimpften ist es aber zweitrangig ob es schon nach 8 Wochen auftrat oder erst nach Jahren erkannt wird und kausal zusammengebracht wird. Spannend fand ich eben auch dass es bei weltweit 60-90 Mio Impfungen nur 1300 Verbindungen zu Narkolepsie gibt, davon aber alleine 500 Fälle in Schweden bei 5 Mio geimpften Personen. In den Medien (ich weiss nicht wie ernst/seriös da zu nehmen ist) wird als mögliche Nebenwirkung eine Unfruchtbarkeit (fauerhaft oder vorübergehend) bei Frauen genannt. Unabhängig davon ob das in diesem Fall zutrifft oder nicht – das wäre sicherlich nicht in der kurzen Zeit der Erprobung herauszufinden gewesen, schon gar nicht wenn es wie bei der Schweinegrippeimpfung vor allem junge Menschen betraf. Generell wäre eine umfassende Aufklärung sinnvoll, eine situationsgesteuerte Argumentation wie bei den Masken (als es keine gab waren die eh überflüssig und sinnlos, als es welche gab soll die jetzt jeder nehmen weil sie doch sinnvoll sind) hat viel Vertrauen verspielt auch bei denen die sich den Maßnahmen beugen und sie befolgen. Erinnert etwas an dei DDR: Im Winter waren Eier ungesund, im Sommer waren sie ein geschätztes Lebensmittel, jenachdem was die Hühner so produzierten in den volkseigenen Genossenschaften…

        Liken

    3. Und ich muss auch gestehen, ich finde es jetzt auch NICHT wirklich besser und auch NICHT beruhigend, dass manchmal die gleich einsetzenden Nebenwirkungen erst Monate später entdeckt werden.. Das ist doch genau das, wass durch Follow-Up-Studien erforscht werden soll und mehr Etablierung in der Zulassung von Impfstoffen finden sollte!
      Und es ist schon so, dass sich durch Impfungen auch die Zusatzstoffe im Körper anreichern können (auch hier zu wenig geförderte Forschung um die Nebenwirklung über längere Zeit abschätzen zu können). Bspw. das Aluminum, oder katalytisch wirkende Stoffe, damit die Immunreaktion ausgelöst wird.. Diese reichern sich im Körper an über die Zeit..
      Ich würde mir dazu mehr wirklich kritische Diskussionen wünschen und nicht eine Impfkampagne nach der anderen.. Und nich wie mitlerweile gehandhabt 9 Impfungen die Säuglinge mit 2-3 Monaten erhalten können..

      Liken

      1. Aluminiumsalze (nicht Aluminium!!! Unterschied Element – Verbindung!) sind unbedenklich, in den mRNA – Impfstoffen sind jedoch ohnehin keinerlei Adjuvantien enthalten. Ein eigener Blogbeitrag über Adjuvantien ist aber ohnehin geplant. Speziell zum Aluminiumhydroxid – Thema gibt es viel gute Literatur.

        Liken

    4. Nach dem was ich an Informationen dazu kenne, traten die Narkolepsie Fälle nicht bei allen Impfstoffen auf, sondern überwiegend bei Pandemrix, das in Europa hergestellt wurde. Beim gleichen Präparat, das in Kanada hergestellt wurde und bei den Impfstoffen anderer Hersteller wohl nicht oder nur selten. Das würde evtl. auch erkären, warum das bei der Gesamtzahl der weltweit Geimpften seltener aufgetreten ist, als wenn man nur Europa bzw. Schweden betrachtet, wenn dort andere Arten des Impfstoffes verwendet wurden.

      Liken

    5. Diesen einen speziellen Fall, der hier genannt wird, kann man anhand des Artikels nicht bewerten. Grundsätzlich trat die Narkolepsie wenige Wochen bis 4 – 5 Monate nach der Impfung auf. Man müste wissen, ob im vorliegenden Fall auch eine vergangene Infektion mit H1N1 vorlag, da eben auch diese dieselbe Reaktion auslösen konnte. Ohne Daten ist es immer schwierig, Konkretes dazu zu sagen.

      Liken

  2. „Probandenzahlen meist in Bereichen von 10.000 – 15.000; beim ersten zugelassenen COVID – Impfstoff bei ca. 40.000“

    Das ist natürlich Augenwischerei, denn von den 40000 Probanden gehörte die Hälfte zur Placebogruppe und wurde daher dem neuen Impfstoff gar nicht ausgesetzt (wird folglich auch keine Nebenwirkungen entwickeln).

    Auch was Sie hier als „vorteilhafte Situation“ bezeichnen, nämlich eine schnelle Massendurchimpfung sehe ich unter ethischen Gesichtspunkten äußerst kritisch. Man könnte es nämlich auch als Großversuch am Menschen ansehen.

    Liken

    1. Dieser Kommentar is polemisch. Bei allen Studien gelten die gleichen Voraussetzungen/Zählungen. Daher sind auch bei den 10.000-15.000 Probanden die Hälfte in der Placebogruppe.

      Gefällt 1 Person

    2. Sog Placebos haben ja auch Nebenwirkungen, die mitunter als Hintergrundinzidenz herangezogen werden können. Bei der Schweineinfluenza Pandemie hat es ja auch Nercolepsiefälle durch die Infektion gegeben , und danach uüsste man zunächst nicht ob da schon jemand infiziert war mit H1N1 als er geimpft wurde. Da hat’s viel Laborarbeit gebraucht um das herauszufinden – und leider gab’s da auch Experimente, die nicht reproduzierbar waren, so dass die Sache bis heute eher unklar war. Es ist nur klar das Adjuvans war es nicht es war das inaktiviert Antigen im Impfstoff oder eben die Infektion.

      Gefällt 1 Person

    3. Stattdessen haben in der Placebogruppe von Comirnaty 168 Menschen COVID-19 Symptome entwickelt, in der Verum Gruppe dagegen nur 8. Jetzt bitte mal erklären.

      Gefällt 1 Person

    4. Dies findet IMMER so statt. Nur dauert es sonst mehrere Jahre bis eine große Menge geimpft ist und nun nur wenige Wochen bis Monate im Vergleich. Bei den Probandenzahlen in derartigen Studien gehört immer die Hälfte zur Placebogruppe.

      Gefällt 1 Person

      1. Wer sich über zu wenige Probandenzahlen beschwert, sollte sich doch am besten selbst als Proband zur Verfügung stellen. Ich befürchte, dass genau diese Menschen das nicht tun.
        Ich habe gelesen, dass ein Teil der Studien in Peru gemacht wurden. Begründet mit der hohen natülichen Infektionsrate dort, denn die braucht man. Aber ich denke, dass die Leute dort auch eher bereit sind, sich als Proband zur Verfügung zu stellen.

        Liken

  3. Chapeau Frau Kollegin!
    Habe in der (tiermedizinischen) Impfstoffentwicklung gearbeitet und fühle mich dadurch berufen und durch manch mißverständliche Aussage oder Interpretation genötigt, zumindest für meine Familie, eine verständliche Hilfe zur Einschätzung der Fakten zu liefern. Daran arbeite ich (immer wieder) seit längerem. Das ist nicht so einfach, wie ich es gerne gehabt hätte durch meine eigene Neugier, mein immer irgendwo begrenztes Wissen und die Anforderung möglichst in Kürze und präzise drängende Fragen rund um das Thema Corona SARS CoV2 zu beantworten.
    Die Veröffentlichung Ihres Blog und die anschließende Diskussion zeigen deutlich die Nachfrage nach – und die Wichtigkeit von – Engagement wie dem Ihren.
    Weiter gutes Gelingen!

    Gefällt 1 Person

  4. Man könnte das Thema Langzeitdaten aber auch anders verstehen. Nicht im Bezug auf Nebenwirkungen, sondern darauf bezogen, wie gut und nachhaltig eine Impfung überhaupt wirkt. Oder ist das auch ohne jahrelange Beobachtung irgendwie herleitbar?

    Liken

    1. Wie lange der Schutz anhält, ist bisher auch von der Wildinfektion mit SARS CoV-2 nicht gesichert. Generell ist es so, dass man bei der Zulassung eines neuen Impfstoffes häufig noch nicht weiß, ob und wann man auffrischen muss.

      Gefällt 1 Person

  5. Ich fasse die These mal so zusammen: „Impfstoffe haben keine Spätnebenwirkungen, da sie nur ein, zwei oder dreimal verabreicht werden“. Die Antithese wäre dann: „auch einmal verabreichte Stoffe können zeitlich um Jahre verschobene Wirkungen haben“. Wie wäre es konkret mit den Folgen der Eingliederung der verwendeten RNA in die menschliche DNA, falls zufällig im Laufe der Jahre ein Katalysator in die Nähe kommt? Kategorisch ausschliessen lässt sich dies eher nicht

    Liken

    1. Doch lässt sich. Ich empfehle mal Biologie der Gymnasialen Oberstufe. Da lernt man wirklich sinnvolles über Genetik und Proteinbiosynthese. Das hilft ungemein.

      Liken

      1. Retroviren können RNA in DNA umschreiben, sie brauchen dazu das Enzym Reverse Transkriptase. Mit einem weiteren Enzym, dem Integrase könnte das entstandene DNA ins Wirtsgenom integriert werden. Dem Menschen fehlen diese Enzyme zurzeit noch. Soviel zu Biologie der Oberstufe…

        Liken

    2. Retrovirusinfektionen z.B. HIV-Infektionen, waren deshalb ja auch von der mRNA-Impfung auszuschließen. Es ist in meinem biologischen Verständnis wohl auch nicht davon auszugehen, dass die verimpfte mRNA-Menge viel länger als einige Tage im Menschen verbleibt bis sie durch diesen abgebaut wird. Man sollte sich also nur um den Zeitraum der Impfung von Retrovirusinfekten hüten.
      Ich kann daher Ihre Aussage „falls zufällig im Laufe der Jahre ein Katalysator in die Nähe kommt“ nicht nachvollziehen.

      Liken

  6. Bei mir bestehen schon Bedenken, wenn mit genetischem Material in den „Großversuch“ gegangen wird….
    Der AstraZeneca Impfstoff ist ein Vektor werden lebende Adenoviren als Träger der Covid-Informationen genutzt.
    Was machen diese Viren auf lange Sicht?
    Auch da: Bauchschmerzen.

    Liken

    1. Bei diesem Post sehe ich zwei Schwachpunkte.

      Erstens: lebende Viren.
      Ein Virus lebt nicht, er hat keinen eigenen Stoffwechsel.
      Aktiver Virus wäre ein besserer Begriff.

      Zweitens.

      Es wird eben kein aktiver Adenovirus genommen, sondern nur die Virushülle.
      Diese wird als Transportmittel für die vakzine mRNA verwendet.

      Liken

      1. Nicht ganz korrekt: Der Vektor (der Adenovirus) enthält meines Wissens keine mRA, sondern DNA, die dann sogar gezielt in den Zellkern geschleust wird. Dort befindet sich auch die menschliche DNA.

        Liken

    2. Adenoviren machen gar nichts auf lange Sicht. Sie sind ziemlich sicher schon sehr häufig mit diversen Adfenoviren in Kontakt gekommen, da selbige einen großen Teil der gängigen Erkältungs- und Durchfallviren ausmachen.

      Liken

  7. (ersetzt den vorangehende Kommentar, wo ein paar Worte gefehlt hatten)

    Bei mir bestehen schon Bedenken, wenn mit genetischem Material in den „Großversuch“ gegangen wird….
    Der AstraZeneca Impfstoff ist ein Vektorimpfstoff, da werden lebende Adenoviren als Träger der Covid-Informationen genutzt.
    Was machen diese Viren auf lange Sicht?
    Auch da: Bauchschmerzen.

    Liken

    1. Die „Viren“, die keine mehr sind, sondern nur noch Vektoren (sie wurden stark modifiziert). Sind nicht replizierend, dh. sie können sich nicht vermehren. Abgesehen davon, dass Viren nie „lebend“ sind (aber das ist jetzt Klugscheißerei meinerseits, ich weiß ja was du meinst), sind diese zusätzlich nicht vermehrungsfähig (also auch nicht lebend, so wie du es gemeint hast). D.h. sie sind nach spätestens Tagen vollständig aus dem menschlichen Körper entfernt.
      Stell sie dir wie eine Fähre vor, die nur einmal fahren kann und dann zerlegt wird.

      Liken

  8. Danke für diesen Beitrag. Ich muss zugeben, dass ich eine der Personen war die sich, gerade bzgl der angesprochenen Langzeitfolgen, nicht sicher war. Dank Ihrem, sehr gut nachvollziehbar geschriebenen, Artikel stehe ich einer kommenden Impfmöglichkeit wieder weitaus aufgeschlossener gegenüber.

    Liken

  9. Sehr geehrte und liebe Frau Petra Falb,
    ich möchte Ihnen danken für diesen so gut auch für Laien verständlichen Artikel. Ich habe ihn auf Facebook geteilt und mehrere meiner Leser dann auch. Ihr Text ist ein toller Beitrag gegen die „Impfgegnerschaft“. Vielen Dank! Und liebe Grüße von Bernd Hesse aus Göttingen (ehemaliger Forscher am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin)

    Liken

  10. Meine Laienfrage:
    Was verstehen Sie unter Wildinfektion“?
    Auch Wikepedia usw. erläutern den Begriff nicht.

    Raimund Kamm

    Liken

  11. Welche wissenschaftlichen Beweise gibt es denn dafür, dass sich z.B. Adjuvantien nicht anreichern können?

    Oder gar für die kategorische Behauptung: „Bei einem Impfstoff gibt es […] keine „Spätnebenwirkungen“, die 5 Jahre nach der Impfung plötzlich auftreten“?

    Ich empfehle die Durchsicht der Beobachtungsstudie von James Lyons-Weiler und Paul Thomas: „Relative Incidence of Office Visits and Cumulative Rates of Billed Diagnoses Along the Axis of Vaccination“. Hier wurden bei den Patienten einer Praxis, die Impfentscheidungen differenziert betrachtet, hochsignifikante Unterschiede zwischen ungeimpften und geimpften Kindern hinsichtlich chronischer Erkrankungen beobachtet – ausnahmslos zum Nachteil der geimpften Kinder und mit sehr großen Effektstärken, die sich schwerlich nur durch Störfaktoren erklären lassen.

    Vielleicht können wir die übliche Impfgegner-Keule liegen lassen und faktenbasiert diskutieren 🙂

    Liken

      1. Das ist mir bewusst! Dennoch lassen sich die großen Effektstärken und hohen Signifikanzen nicht mal eben so wegdiskutieren, auch nicht mit Worten wie dubios. Dafür sind statistische Tests schließlich da: Es wird die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein Artefakt handelt, bestimmt.

        Die auf healthfeedback erwähnten „large-scale, reputable studies“ hingegen lassen schwer zu wünschen übrig, da sie nie wirklich vollständig ungeimpfte Kinder mit geimpften vergleichen. Dadurch werden Effekte natürlich verwässert, wenn welche vorhanden sind. Wenn mir aber jemand eine Studie nennen kann, die genau das tut, kommen wir hier weiter. Ansonsten ist dies hier die erste halbwegs brauchbare Studie zu dem Thema, die selbstverständlich durch Untersuchungen in größerem Umfang überprüft werden müsste.

        Interessanterweise keine Antwort auf meine Fragen. Wäre sehr interessant!

        Liken

      2. Ich möchte noch hinzufügen, dass die Begründung für den Parameter RIOV m.E. zumindest mal plausibel ist und in dem verlinkten Faktencheck kein einziger methodologischer Grund dafür genannt wird, warum dieser Parameter nicht valide sein sollte. Dass Ärzte bei ihren Diagnosen gewissen Biases unterliegen, ist nicht aus der Welt zu schaffen, das beeinträchtigt die Aussagekraft eines Großteils der medizinischen Feldforschung. Lyons-Weiler ist im Übrigen auf dem Gebiet der Methodologie nicht übel bewandert. Um seine Kompetenz zu beurteilen, wäre ein Überfliegen z.B. dieser beiden Seiten nicht verkehrt:

        https://jameslyonsweiler.com/author-and-research-scientist-james-lyons-weiler-phd-extended-biography/

        https://jameslyonsweiler.com/ecological-and-epidemiological-fallacies-in-vaccine-studies/

        Da möge man sich ein eigenes Urteil bilden.

        Liken

    1. „Another day, another junk science study published by our anti-vaccine scientists. This time, former scientist James Lyons-Weiler teamed up with a notorious anti-vaccine pediatrician.“
      James Lyons-Weiler IST ein bekannter Impfgegner und Experte für eigentlich eh alles…. Autismus, Ebola, Heilmittel und jetzt auch noch Covid…Also Impfgegner Keule raus und nicht liegen lassen….

      Liken

      1. Bravo, da ist inhaltlich absolut gar nichts, das ist schon eine Leistung. Wer sich so äußert und meint, in einer wissenschaftlichen Debatte etwas zu suchen zu haben, bzw. sogar die Wissenschaftlichkeit selbst zu vertreten, muss sich schon dicke Brettern vor seinen Sehapparat genagelt haben.

        Wo ist denn das Zitat her? Skeptical Raptor? Respectful Insolence? Typen wie Offit oder Gorsky sind wegen ihrer Verstrickungen mit der Pharmaindustrie aus meiner Sicht nicht im Geringsten glaubwürdig. Sie kleiden sich in leicht durchschaubare Pseudo-Rationalität und überzeugen damit die, die nicht mehr als drei Minuten zum Recherchieren haben.

        Liken

  12. Leider ist immer alles gut gemeint. Zuerst der perfekte Bericht als Ausgangslage. Dann in der Diskusion wieder so viele unterschiedliche Erkenntnisse, dass am Ende nichts klar ist. Was stimmt jetzt wirklich ? Wer nimmt es jetzt auf sich zu sagen die Impfung ist ohne bedenken machbar. Wen auf die Gegenstimmen nicht eingegangen wird, sind sie dann wahr ? Bin kein Impfgegner jedoch bei dieser etwas übers Knie gebrochenen Aktion sehr skeptisch. Es zeigt eindeutig das in dieser Sache nicht alles passt. Es geht doch auch darum, dass zukünftig eine zwei Klassengesellschaft gebildet wird. Die einen die blind vertrauen und die, denen alles zu schnell geht und sich zurückhalten. Wenn man aus all den Komentaren den Schnitt nimmt, hat der anfangs schöne Bericht nichts gebracht, weil es eben 50 / 50 ausgeht. Am Ende wird es so sein, dass sich jeder zweite gegen sein Willen Impfen lässt nur damit er in der Gesellschaft überleben kann. Ist das so gewollt ? Mir wird es langsam Angst und Bange …

    Liken

    1. Mein Kommentar dazu:
      mit 68 Jahren habe ich statistisch noch 20 Jahre vor mir (laut Allianzrechner). Ich bin gesund und habe keine Lust an Covid zu sterben. Ich vermute auch mal, dass es mir mit aller Selbstisolaton nicht geklingt, dem Virus auf Dauer aus dem Weg zu gehen und mit eine Infektion einfange.
      Also Abwägung: linke Waagschale mein Leben, rechte Waagschale ein Impfstoff, der eine gewisse Wirksamheit hat, aber über den noch nicht allles „Schlechte“ bekannt ist.
      Der Zeiger zeigt für mich klar in Richtung Leben,aus d.h. impfen Was anderes wäre für mich dumm.

      Gefällt 1 Person

    2. Das wird so nicht funktionieren; als allgemeiner Lehrsatz. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich mich impfen lassen werde, sobald für mich eine Impfung möglich ist. Denn unter Abwägung der Risiken ist es nach meinen Erkenntnissen sicherer, sich impfen zu lassen, als eine Infektion mit den bekannten Spätfolgen zu riskieren.
      Unabhängig davon halte ich das mRNA-Verfahren perspektivisch für einen riesigen Schritt in der Behandlungsmöglichkeit von Erkrankungen, bei denen wir bisher nur Symptome lindern können. Perspektivisch. Das ist noch viel Forschung notwendig und vor allem Praxiswissen, Logistikstrukturen, geschultes Personal und technische Ausstattung. Das alles kommt aber vom Machen, nicht vom Reden. Und nach meinem Kenntnisstand ist das Verfahren hinreichend getestet, um es zu tun. Und unter Abwägung der Optionen auch geboten.

      Liken

      1. Ein Ärgernis: Bei Bionek wurden 60 Mio Impfdosen (ID) bestellt, das entspricht 12 Mio Fläschchen zu 5 ID. Die Fläschen werden überfüllt, weil es offensichtlich Impfpersonen gibt, die nicht richtig dosieren können, sondern zuviel aufziehen (vielleicht auch mal zu wenig, auch das ist zu befürchten). Rechnerisch kann man aus einem Fläschchen nicht nur 5, sondern 7 ID entnehmen, mithin 2 ID mehr oder auf die Gesamtmenge gerechnet: 24 Mio ID! Und das soll nicht genutzt werden? Aber ich verstehe.. das ist nicht von der Zulassung gedeckt, und es wäre ja geschenkter Impfstoff, daher kann man kann es nicht richtig abrechnen. Also lieber wegschmeißen…

        Liken

    3. Es gibt nichts auf der Welt was man ohne Bedenken tun kann.

      Alles hat Konsequenzen. Möglicherweise irreversible.

      Aber es gibt Chancen und es gibt Risiken.
      Die Frage welches Risiko man einzugehen bereits ist für welche Chance muss jeder für sich selbst beantwortet.

      Nichts ist umsonst, nur der Tod und der kostet das Leben.

      Gefällt 1 Person

      1. … eben entscheidet keiner für sich selbst in dieser Angelegenheit. Vielleicht vorab noch. Wenn vieles nur noch möglich ist mit Impfausweis oder gar Impfchip dann kommt indirekt das muss. Oder man ist ausgeschlossen aus der Gesellschaft. Im Business mit Reisetätigkeit wird man ohne Impfung den Job los sein … So sieht es aus. Ein abwägen des Risikos gibt es dann nicht mehr. Das macht mir Angst, nicht das Virus …

        Liken

    4. Der Artikel soll niemanden zum Impfen überreden. Diese Entscheidung muss jeder selber treffen, am besten in Absprache mit seinem Arzt. Die Intention dieses Blog ist es, Sachverhalte darzustellen. Und da ich bemerkt habe, das viele unter „Langzeitdaten“ etwas anderes verstehen als es tatsächlich ist, dachte ich, dass es gut sein müsste, das zu erklären.

      Gefällt 1 Person

  13. Der Artikel geht davon aus, dass ein Impfstoff nur eine zeitlich begrenzte Wirkung hat. Allerdings lässt sich damit die (zumindest für mich) größte Sorge, nämlich eine ungewollte, eventuell krebserregende Veränderung des Erbguts nicht ausschließen:

    Durch die Impfung wird mRNA in die Zelle gebracht wird (Biontech, Moderna), bzw. DNA in den Zellkern (Astra). Beides tun auch Viren, die dadurch teilweise ihr Erbgut in die menschliche DNA im Zellkern einbauen und dadurch teilweise krebserregend sind.

    Für mRNA (Biontech, Moderna) ist dazu zusätzlich ein Enzym, „Reverse Transkriptasen“ (RT), notwendig. Diese ist zwar im Impfstoff nicht enthalten, könnte aber bei gleichzeitiger Infektion mit einem anderen Virus, der diese mitbringt (einem „Retrovirus“), vorhanden sein. Dieses scheint eher unwahrscheinlich zu sein.

    Zu den Voraussetzungen für die Integration von fremder DNA, die bereit in den Zellkern gelangt ist (Astra), konnte ich nichts für mich verständliches finden.

    Ich bin allerdings kein Biologe und habe mir zu den Mechanismen nur ein paar Seiten aus Lehrbüchern angeschaut. Ich vertraue darauf, dass den beteiligten Wissenschaftern diese Mechanismen sehr vertraut sind und lasse mich daher dennoch impfen.

    Liken

    1. Wenn ein potenzielles Vorhandensein von Reverser Transkriptase (wobei diese alleine NICHT für eine Integration ausreicht) kritisch wäre, dann müsste man bei jeder natürlichen Infektion davor Angst haben. SARS CoV-2 ist ein RNA – Virus; wenn es die Zelle infiziert, wird seine genomische RNA direkt zu mRNA – wie bei vielen anderen RNA – Viren, mit denen wir in Kontakt kommen (simple Erkältungen etc.) auch. da müsten wir bei jeder Infektion Angst haben, dass das Virus in unser Genom integriert wird. So einfach kann so etwas zum Glück nicht passieren.

      Gefällt 1 Person

  14. Ich frage mich ob bei manchen Diskussionen, das Risiko auf unserem Planeten zu leben überhaupt betrachtet wird. Bei den Eintrittswahrscheinlichkeiten mancher hier genannter Konstellationen zu Impfnebenwirkungen müssten die entsprechenden Personen jegliches Sonnenlicht, verunreinigte Luft und kosmische Strahlung zu jeder Sekunde in ihrem Leben meiden.
    Jede Auffälligkeit bei einer Impfung wird erfasst und bewertet. Wir sind mit den Impfstoffen in Sicherheitsbereiche vorgedrungen, die das „normale Leben“ bei weitem überschreiten. Hier fehlt in meinen Augen das Verhältnis.
    Man würde mit mehr Bewegung, besserer Ernährung, mehr Schlaf und weniger Stress weitaus mehr Risiko für irgendwelche Krankheiten vermeiden als hier. Es kommt mir vor als würden wir über den Verbrauch einer kleinen LED-Leuchte diskutieren und parallel eine Auto-Produktion betreiben.
    BTW: Im Auto sterben ca. 3,6 von 100.000 Menschen (2019)

    Gefällt 1 Person

    1. Ich gebe Ihnen in einigen Dingen durchaus recht. Aber:“Wir sind mit den Impfstoffen in Sicherheitsbereiche vorgedrungen, die das „normale Leben“ bei weitem überschreiten“ würde ich nicht unterschreiben. Das mag bei einigen Impfstoffen so sein, bei anderen ist das überhaupt nicht der Fall. Und umgekehrt gilt auch. Wir können nicht jedes Virus (Bakterium) mit Impfstoffen eliminieren. Mir sind einige Fälle bekannt in denen 20jährige (anscheinend gesund – das beurteilt dann der Pathologe) an banalen Herpes und Epstein-Barr Virus gestorben sind. Ein 43-jähriger Bekannter lag über 3 Monate mit Influenza Infektion im Koma. Was halt merkwürdig erscheint ist, dass 20.000 bis 40.000 Tote / Jahr durch Krankenhauskeime (dazu kommen noch unzählige Amputationen und langwierige Krankheitsverläufe) bisher keinen Politiker dazu gebracht hat dagegen was zu unternehmen. Auch, dass die Entwicklung von Arzneimittel gegen schwere Covid Verläufe von der Politik nicht so gefördert werden (für ein vielversprechendes Medikament rechnet man mit der Zulassung Ende 2022) obwohl das u.U. der bessere Weg wäre, weil das Mutations unabhängiger zu sein scheint.

      Liken

      1. Ich bezeichne Auto fahren mal als eines von vielen Dingen, die das „normale Leben“ ausmachen. Können Sie mir einen heute in Deutschland zugelassenen Impfstoff nennen bei dem 3,6 von 100.000 Menschen sterben? Und ich möchte hier erwähnen dass bei der Zahl 3,6 noch nicht andere Risikofaktoren des normalen Lebens eingerechnet sind wie bspw. Tod durch Haushaltsunfall mit 12 Toten pro 100.000.

        Auf die Themen, die sie im mittleren Teil ansprechen werde ich nicht weiter eingehen um hier nicht abzuschweifen.

        Eine Frage hätte ich dennoch: Wie kommen Sie darauf dass ein Medikament bei Mutationen eines Virus vorteilhafter ist als eine Impfung? Eine Impfung wirkt präventiv während ein Medikament keine Infektion und damit eine weitere Verbreitung des Virus wirksam verhindert. Ich könnte mir vorstellen dass die Vermehrung und damit die Mutationswahrscheinlichkeit bei einem Medikament im Körper zunächst unvermindert weiter ginge bis die Krankheit ausbräche und behandelt würde. Bei einem geimpften Wirt bekämpfe das Immunsystem das Virus direkt bei Kontakt. Die Virusvermehrung würde direkt behindert und damit auch die Mutationswahrscheinlichkeit reduziert.

        Darüber hinaus tue ich mich schwer immer der Politik den schwarzen Peter zuzuschieben. Haben Sie geprüft wie kompliziert eine Impfstoffentwicklung im Vergleich zur Entwicklung eines Medikaments ist? Ist ein Medikament aufgrund der vorher genannten Punkte bei der Pandemiebekämpfung überhaupt so wirksam wie eine Impfung und daher ähnlich wichtig?

        Liken

  15. Zwei Fragen. Wenn es keine Langzeitfolgen bei Impfungen gibt – wie steht es dann mit den Impf-Fibrosarkomen der Katze, die inzwischen weltweit eindeutig einer Impfung zugeordnet werden und zweitens, nein, es sind keine Adjuvantien im Covid-Impfstoff, aber andere Dinge in Nano-Partikelgröße. Was treiben die denn dann im Körper?

    Liken

    1. Ja, das mit den Fibrosakkomen ist korrekt.
      Ihre zweite Frage kann man derzeit nur so beantworten: man weiß es nicht. Und dieses NIchtwissen muss man derzeit einer Nutzen-Risiko-Abwägung unterziehen. Wobei man bei vielen Hilfsstoffen ja schon Jahrzehnte an Erfahrunswissen hat. Bis alles Wissen vorhanden ist (wann hört man auf, und sagt, jetzt weiß man genug?). kann das Jahre dauern. Je nachdem wie viele Jahre man noch vor sich hat, muss man die Risikoabwägung personlich Treffen.
      Das generelle Vorsorgeprinzip strikt angewendet würde bedeuten, dass man eigentlich gar nichts mehr zulassen darf, was nicht über Jahrzehnte, also ein Menschenleben lang getestet worden ist (wer bietet sich an? Oder sein eigenes Baby, kleinkind? Oder In verschiedenen Stadien der Schwangerschaft? Wie viele solcher Testpersonen wollen Sie haben, bis Sie sicher sind, dass das Präparat ok ist? 100, 1000, 10.000?)

      Gefällt 1 Person

      1. 2 Anmerkungen dazu. 1. PEG ist dafür bekannt bei vielen Menschen allergische Reaktionen auszulösen und/oder zu begünstigen. PEG Nanopartikel überwinden die Blut/Hirnschranke. Was sie dort anstellen können weiß kein Mensch. Das könnte Langzeitwirkungen verursachen. Noch dazu kommt, dass die Impfung ähnlich wie die Influenza Impfung oft wiederholt werden muss. Weil corona Viren fleißig mutieren.

        Liken

  16. Ein mögliches ADE, antibody-dependent enhancement, d.h. schlimmerer Verlauf bei folgender Infektion (z.B wenn die Antikörpertiter nach einiger Zeit langsam wieder sinken), sowie ein Szenario wie bei Pandemrix (Erzeugung einer Autoimmunreaktion, die aber eine – zeitlich irgendwann danach liegende – weitere Bedingung braucht um zum Tragen zu kommen, bei Pandemrix die Durchbrechung der Blut-Hirn Schranke) könnten doch aber als tatsächliche Langzeit- oder Spätfolgen angesehen werden – oder? In beiden Fällen träten die Folgen auch im Hinblick auf eine einzelne Person erst u.U. lange nach der Impfung auf.

    Liken

  17. Kann man sich denn mit seinen Fragen nicht auf einer Warteliste eintragen, so über einen Zeitraum von 40 Jahren (mit Verlängerungsmöglichkeit), bis man alles über diesen Impfstoff weiß, eben auch die Langzeitfolgen? Das wäre für manche doch auch eine Lösung.
    Denn hier werden Fragen in den Raum gestellt, die momentan keiner „mit Sicherheit“ beantworten kann. Antworten mit einer Richtigkeit von „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ genügt denen ja nicht. Sehe ich das richtig?

    Liken

  18. Danke für den Blogbeitrag zu dem Wort „Langzeitfolgen“ und den zwei Links zu früheren Publikationen. Da wurden genau die Fragen beantwortet, die mich seit Mittwoch umgetrieben haben. Da wurde uns nämlich mitgeteilt, dass wir schon die Impfung bekommen können. Ich stamme aus Deutschland und kann mich tatsächlich jetzt schon impfen lassen, hatte aber gedacht, dass ich erst im Sommer dran komme. Daher hatte ich mich noch gar nicht richtig mit der Impfung befasst.

    Ich habe Angst vor „Langzeitfolgen“ und habe jetzt erst mehr zu den Pase III Studien zu den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna in einem 80-seitigen Bulletin des Robert Koch Institutes (Bulletin 2/2021) gelesen. Mir erschein eine Nachbeobachtungszeit von im Median zwei Monaten bis zur Zulassung nach der zweiten Impfung auch sehr kurz und beim Biontech-Impfstoff wurden auch vier UAEs (unexpected adverse events) in der Impfstoffgruppe vermerkt, die nicht in der Placebogruppe vorkamen.

    Als Beweis für die Sicherheit wurde die sehr hohe Probandenzahl (39.000 und 30.000) genannt, die es erlaubt mit größerer statistischer Sicherheit auch seltene Nebenwirkungen sozusagen aus dem normalen „Hintergrundrauschen“ von Erkrankungen und Symptomatiken herauszufiltern. Das ging mir aber trotzdem nicht in den Kopf, da ich sicher mit vorübergehenden Kopfschmerzen und Fieber kurz nach dem Impfen leben kann, aber nicht mit einer viel später auftretenden „Langzeitfolge“ z.B. einer Autoimmunerkrankung oder etwas anderem (siehe Pandemrix und Narkolepsie).

    Nun es scheint ja so, dass solche Erkrankungen nur sehr, sehr selten auftreten und wenn dann auch in einem Zeitraum bis zu drei Monaten nach der Impfung. Bei den normalen, nicht pandemiegetriebenen Bedingungen für solche Impfstoff-Studien braucht man wahrscheinlich Jahre, um überhaupt 40.000 Freiwillige für die Phase III vor Zulassung zusammenzubekommen, so dass sich Langzeitbeobachtungen vor Zulassung allein schon aus diesem Umstand ergeben, da wahrscheinlich Probanden über Monate rekrutiert und versetzt geimpft werden vielleicht auch in ganz verschiedenen Erdteilen. Oder weiß jemand hier, wie das Studiendesign ist und welche Probandenzahl sonst üblich ist? Könnte Frau Falb dazu antworten?

    Eine kleinere Probandenzahl würde natürliche die statistische Sicherheit vermindern, eine seltene Nebenwirkung wirklich zu finden, aber die längere Laufzeit der klnischen Phase III vor Zulassung scheint mir besser, um unter kontrollierten Bedingungen einer Studie auch „Langzeitfolgen“ erkennen zu können und überhaupt etwas in Zusammenhang mit der Impfung zu bringen, auch wenn der Nachweis von Kausalzusammenhängen außerordentlich schwierig ist.

    Wenn jetzt sozusagen Millionen bis Milliarden Menschen mit den beiden Impfstoffen außerhalb einer Studie geimpft werden, wie können dann überhaupt noch spätere, gehäuft auftretende Erkrankungen in Zusammenhang mit der Impfung gebracht werden, zumal es keine Placebogruppe gibt und aus ethischen Gründen sobald der Impfstoff geimpft wird die Verblindung bei den Studienteilnehmern aufgehoben werden muss, also auch hier die Belastbarkeit der Daten immer weiter sinkt.

    Und an dem Punkt kommt die Angst wieder, zumal ich auch Pharmafirmen mißtraue, die zunächst gewinnorientierte Unternehmen sind und keine Wohltäter der Menscheit. Jetzt steh ich genauso da wie zuvor, aber etwas mehr auf Seite der Impfung (60% zu 40%).

    Bitte um sachliche und höfliche Kommentare, auch gerne Richtigstellunngen, falls ich etwas falsch verstanden oder dargestellt habe.

    Liken

  19. Schöne Propaganda, ich muss aber trotzdem ein klares NEIN sagen. Wenn man mich mit solchen Mitteln davon überzeugen will, dass andere ach mein Bestes wollen, da kann ich nur lachen 😉

    Liken

    1. Schade um die Zeit, die man mit Leuten vertut, die sowieso nicht bereit sind, Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Jeder, der sich nicht impfen lässt sorgt dafür, dass für die Impfwilligen genügend Impfstoff da ist.

      Gefällt 1 Person

  20. Vielen Dank für den Beitrag, sehr erhellend für den medizinischen Laien. Was mich allerdings mehr bewegt ist, dass ich auch nach einer Impfung nicht von der Maskenpflicht befreit bin und nach wie vor im Lockdown leben muss. Finde ich abseitig. Schließlich impfe ich mich gegen Diphterie und Masern, weil damit eine Ansteckung sicher verhindert werden kann. Oder doch nicht? Hierzu wäre ich für einen weiteren Artikel sehr dankbar.

    Liken

    1. Ich immer wieder erstaunt…: Wie soll mann denn JETZT schon wissen, wie lange der Impfschutz anhält, ob man sich weiterhin infizieren kann, aber nicht krank wird, und dabei Virusausscheidet oder nicht? Das Impfen hat ja gerade erst begonnen. Und aus Probanden der Feldversuche für die Zulassung kommt man auch nur per Zufall an Daten heran. Denn die Infektionen bei den geimpften finden ja nur zufällig statt, müssen erkannt und gemelet werden.

      Wenn man das alles schnell wissen möchte, braucht man geimpfte Kandidaten, die sich das Virus in die Nasen spritzen lassen. Dann kennt man den Infektiosnzeitpunkt, die Infektionsdosis und viele andere Dinge auch. NUR: das wäre ein Menschenversuch! Die Alternative ist also der Zufall und davon möglichst viele und noch viiieeel Zeit.

      Liken

  21. Hallo Frau Falb.

    Sie schreiben:

    „Pharmazeutika haben eine sogenannte „Pharmakokinetik“. Darunter versteht man „den Weg des Arzneimittels durch den Organismus“. Man hat zu verschiedenen Zeitpunkten verschiedene Konzentrationen davon im Körper, sie können sich bei längerer Therapie anreichern, werden abgebaut (dabei entstehen neue Zwischenprodukte), sie werden in der Leber metabolisiert, über die Nieren ausgeschieden… Ein Impfstoff hat keine Pharmakokinetik, da hier nichts verstoffwechselt wird.“

    Ein Impfstoff wird also nicht aufgenommen, verteilt sich nicht im Körper, wird nicht verstoffwechselt und gespeichert oder ausgeschieden?
    Das widerspricht irgendwie der Intuition und den Naturgesetzen.
    Wenn ich irgendeinen Stoff irgendwo einbringe und der wird weder umgewandelt noch ausgeschieden, dann müsste er ja noch da sein. Oder?
    Offenbar ist es laut Arzneimittelgesetz nicht notwendig, dass die Pharmakokinetik eines Impfstoffs untersucht und dargelegt wird, aber das heißt nicht, dass er keine hätte.
    So wurde z.B. bei der Entwicklung der mRNA-Impfstoffe die Pharmakokinetik dergestalt verbessert, dass die nicht so schnell in der Zelle abgebaut wird und länger wirken kann:

    „Aber unabhängig davon, ob mRNA-Vakzine prophylaktisch oder therapeutisch eingesetzt werden sollen, wird ihre Entwicklung von zwei Fragen dominiert: Was verbessert ihre Pharmakokinetik und -dynamik?
    […]
    Das Design der synthetischen RNAs folgt hierbei dem natürlichen Bauplan eukaryotischer mRNA. Deren Halbwertszeit in der Zelle beträgt nur sieben Stunden, da sie früher oder später ihre schützende 5’-Cap und den 3‘-poly(A)-******* verliert und von Exo- und Endonukleasen zerschnitten wird. Dem versuchen Impfstoffhersteller zugunsten einer ausgeprägten Immunantwort entgegenzuwirken. So modifizieren sie zum Beispiel mittels rekombinanter RNA-Guanylyltransferase das natürliche 7-Methyl-Guanosin-5‘-Cap ihrer IVT-*mRNA, um deren Pharmakokinetik zu verbessern“

    Quelle: https://www.laborjournal.de/rubric/methoden/methoden/v228.php

    Für den Impfstoff BNT162b2 RNA von Biontec/Pfizer wurde zwar keine PK bestimmt, sehr wohl aber für die beiden
    nicht natürlich vorkommenden Lipide der Lipidnanopartikel in die die mRNA verpackt wird:
    Und die fanden offenbar einen Weg durch den Organismus, hatten zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Konzentrationen, wurden teilweise in der Leber verstoffwechselt und unter anderem über die Niere ausgeschieden.
    Die beiden natürlich vorkommenden Lipide werden auf normalen Weg verstoffwechselt.

    Siehe hier https://www.gov.uk/government/publications/regulatory-approval-of-pfizer-biontech-vaccine-for-covid-19/summary-public-assessment-report-for-pfizerbiontech-covid-19-vaccine Kapitel 3.3 Pharmacokinetics.

    Wenn also alle Bestandteile dieses Impfstoffs verstoffwechselt werden, wieso schreiben Sie dann, ein Impfstoff habe keine PK und da wäre nichts, was verstoffwechselt wird?

    Liken

    1. Sie haben völlig recht. Ich habe mich ehrlich gesagt über diese Behauptungen von Frau Falb nur noch gewundert. Und natürlich wird auch die mRNA und das daraus resultierende Virus Bruchstück metabolisiert.

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: